Fest­stel­lung des Hof­er­ben für einen Nicht-Hof

Eine Ent­schei­dung über die Fest­stel­lung eines Hof­er­ben oder einer hof­er­brecht­li­chen Anwart­schaft nach § 11 g), h) HöfeV­fO schließt die Fest­stel­lung eines Hofes im Sin­ne der HöfeO ein. Reich­wei­te und Gren­zen der mate­ri­el­len Rechts­kraft der Fest­stel­lungs­ent­schei­dung wer­den hier wesent­lich durch § 12 HöfeV­fO bestimmt.

Fest­stel­lung des Hof­er­ben für einen Nicht-Hof

Es kann von den Betei­lig­ten des Fest­stel­lungs­ver­fah­rens in einem spä­te­ren Ver­fah­ren nicht gel­tend gemacht wer­den, dass zu dem Zeit­punkt, auf den sich die dama­li­ge Fest­stel­lung bezo­gen hat, kein Hof im Sin­ne der HöfeO vor­ge­le­gen hat. Es gilt inso­weit § 12 Abs. 1 HöfeV­fO, wonach die­je­ni­gen, die sich an dem frü­he­ren Ver­fah­ren betei­ligt hat­ten oder von dem Ver­fah­ren benach­rich­tigt wor­den waren, einen neu­en Antrag nicht auf Tat­sa­chen grün­den kön­nen, die in dem frü­he­ren Ver­fah­ren gel­tend gemacht wor­den sind oder von ihnen dort hät­ten gel­tend gemacht wer­den können.

Muss ein am frü­he­ren Fest­stel­lungs­ver­fah­ren Betei­lig­ter die dama­li­ge Fest­stel­lung gegen sich gel­ten las­sen und ist er mit neu­em Vor­brin­gen nach § 12 Abs. 1 HöfeV­fO aus­ge­schlos­sen, kann auch ein berech­tig­ter Grund für eine noch­ma­li­ge Nach­prü­fung gemäß § 12 Abs. 2 HöfeV­fO nicht ange­nom­men werden.

Ober­lan­des­ge­richt Olden­burg, Beschluss vom 9. Juli 2009 – 10 W 21/​09

Feststellung des Hoferben für einen Nicht-Hof