Hofbewirtschaftung durch den Sohn – und die Kündigung des Bewirtschaftsvertrags nach 20 Jahren

Hat der Eigen­tümer die Bewirtschaf­tung seines Hofes im Sinne der HöfeO durch einen zunächst befris­teten, dann ordentlich künd­baren Bewirtschaf­tungsver­trag auf seinen Sohn über­tra­gen, ist das Recht zur ordentlichen, freien Kündi­gung ver­wirkt, wenn seit Über­tra­gung der Bewirtschaf­tung mehr als 20 Jahre ver­gan­gen sind und die Bewirtschaf­tung die Lebens­grund­lage des Abkömm­lings bildet.

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Vor- und Nacherbschaft bei einem Hof

Im Falle ein­er bei einem Hof ein­greifend­en Vor- und Nacherb­schaft, in denen ein Hof im Sinne der HöfeO bei Ein­tritt des Erb­falls (Vorerb­falls) vorgele­gen hat, danach jedoch seit Jahrzehn­ten die Hofeigen­schaft ent­fall­en ist und ein aus ver­fas­sungsrechtlichen Grün­den notwendi­ger hin­re­ichen­der materieller Sach­grund für eine höfer­echtliche Priv­i­legierung nicht mehr ersichtlich ist,

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Vorerbe, Nacherbe und die Höfeordnung

Eine land­wirtschaftliche Besitzung, die im Zeit­punkt des Ein­tritts des Vorerb­falls ein Hof im Sinne der Höfe­ord­nung war, wird auch dann nach dem Son­dererbrecht vererbt, wenn die Hofeigen­schaft vor dem Ein­tritt des Nacherb­falls wegge­fall­en ist. Nur wenn der Grundbe­sitz im Zeit­punkt des Todes der Mut­ter im Jahr 1971 ein Ehe­gat­ten­hof gemäß

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Treu und Glauben – und der Hoferbe

Die Beru­fung des Hofer­ben auf sein Erbrecht stellt nicht schon dann eine miss­bräuch­liche Recht­sausübung dar, wenn dieser zuvor irrtüm­lich (unter Ein­beziehung des Werts des Hofes) den Pflicht­teil ver­langt und von dem Erben eine entsprechende Zahlung erhal­ten hat. Sind alle Erbprä­ten­den­ten bere­its bei dem Vorerb­fall davon aus­ge­gan­gen, dass das all­ge­meine Erbrecht

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Wirtschaftsfähigkeit eines nicht als Landwirt tätigen Hoferbprätendenten

Zu den Voraus­set­zun­gen und zur Prü­fung der Wirtschafts­fähigkeit im Sinne des § 6 Abs. 7 HöfeO hat jet­zt das Ober­lan­des­gericht Old­en­burg für den Fall eines Hoferbprä­ten­den­ten Stel­lung genom­men, der keinen land­wirtschaftlichen Beruf erlernt hat und haupt­beru­flich außer­halb der Land­wirtschaft tätig ist. An die Wirtschafts­fähigkeit im Sinne des § 6 Abs.

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