Verpachtung eines land- und forstwirtschaftlichen Betriebs — und die Betriebsaufgabe

Im Fall ein­er ‑auch parzel­len­weisen- Ver­pach­tung eines land- und forstwirtschaftlichen Betriebs im Ganzen ist grund­sät­zlich ohne zeitliche Begren­zung so lange von ein­er Fort­führung des Betriebs auszuge­hen, wie eine Betrieb­sauf­gabe nicht erk­lärt wor­den ist und die Möglichkeit beste­ht, den Betrieb fortzuführen1.

Verpachtung eines land- und forstwirtschaftlichen Betriebs — und die Betriebsaufgabe

Für die Annahme der Fort­führung eines land- und forstwirtschaftlichen Betriebs kann es genü­gen, dass die maßge­blichen Grund­la­gen des Betriebs in Gestalt des Grund und Bodens, der Wirtschafts­ge­bäude und der Hof­stelle ver­pachtet sind, während das lebende und tote Inven­tar schon im Hin­blick auf die nor­male Dauer von Land­pachtverträ­gen veräußert wird2.

Bun­des­fi­nanzhof, Urteil vom 21. Dezem­ber 2016 — IV R 45/13

  1. vgl. z.B. BFH, Urteil vom 19.03.2009 — IV R 45/06, BFHE 225, 334, BSt­Bl II 2009, 902, und ‑für einen land- und forstwirtschaftlichen Betrieb- BFH, Urteil in BFHE 152, 62, BSt­Bl II 1988, 260 []
  2. näher BFH, Urteil in BFHE 152, 62, BSt­Bl II 1988, 260 []