Relevante Rechtsgebiete in der Landwirtschaft

Wer einen land­wirtschaftlichen Betrieb führt, kommt zwangsläu­fig mit vie­len ver­schiede­nen Rechts­ge­bi­eten in Kon­takt. In der Land­wirtschaft kom­men unter­schiedliche juris­tis­che Fragestel­lun­gen auf, wie beispiel­sweise die Auswahl eines geeigneten Arbeitsver­trages für den neuen Mitar­beit­er. Weit­ere Infor­ma­tio­nen rund um die The­matik des Arbeit­srecht­es erhal­ten Sie bei Ihrem Anwalt für Land­wirtschaft­srecht, in Fachzeitschriften oder online.

Relevante Rechtsgebiete in der Landwirtschaft

Eine große Rolle spie­len das Umwelt- und Tier­recht für die meis­ten Land­wirte. Düngemit­tel und Pflanzschutzmit­tel wer­den von fast allen Bauern einge­set­zt um ihre Erträge zu sich­ern oder zu steigern. Die Ver­wen­dung dieser oft­mals aggres­siv­en Chemiepro­duk­te ist stark reg­uliert durch eine Unmenge von Verord­nun­gen und Geset­zen. Diese Geset­ze wer­den nicht nur vom deutschen Staat erlassen, son­dern auch von Europäis­ch­er Ebene kom­men viele Verord­nun­gen, die beachtet wer­den müssen. In der Regel wird die Ein­hal­tung dieser Vor­gaben streng kon­trol­liert und entsprechend sank­tion­iert bei Ver­stößen. Aber nicht nur geset­zliche Vor­gaben sind von Belang. Auch Vor­gaben zur Erre­ichung von gewis­sen (Qual­itäts-) Zer­ti­fikat­en müssen bzw. sollen einge­hal­ten wer­den. Oft­mals brin­gen die Erhal­tung von Qual­ität­snach­weisen in Form von Siegeln oder ähn­lichem, Prof­it­steigerun­gen. Mit­tler­weile kön­nen Land­wirte nicht nur durch die eigentliche Führung ihres Betriebes wirtschaften. Im Rah­men des neu erlasse­nen Erneuer­bare-Energie-Gesetz, kön­nen Land­wirte zusät­zlich als Energiepro­duzen­ten ihren Unter­halt ver­di­enen. So wer­den auf eigentlich land­wirtschaftlich genutzten Flächen Winden­ergiean­la­gen, Bio­gasan­la­gen oder Solar­felder betrieben. Diese neue Ver­di­en­st­möglichkeit ist eine tolle Option für viele Land­wirte, aber sie bringt zahlre­iche juris­tis­che Anforderun­gen und Fragestel­lun­gen mit sich. Es emp­fiehlt sich eine fachkundi­ge rechtliche Unter­stützung, um beispiel­sweise Verträge ord­nungs­gemäß aufzuset­zen.

Landwirte als Unternehmer

Wer­den Land­wirte noch zusät­zlich unternehmerisch tätig, indem sie beispiel­sweise ihre Pro­duk­te in einem Hofladen vertreiben, wird das Rechts­ge­bi­et der Pro­duk­thaf­tung rel­e­vant. Denn wenn Land­wirte als Lebens­mit­tel­pro­duzen­ten aktiv wer­den, gel­ten die Ge- und Ver­bote der Lebens­mit­telkon­trolle. Gibt es Qual­itäts­man­gel bei den Pro­duk­ten, oder Rück­stände, Keime oder ähn­lich­es in den Lebens­mit­teln, so müssen die Pro­duzen­ten auch die juris­tis­che Ver­ant­wortlichkeit dafür tra­gen. Sind Sie als Land­wirt nicht aus­re­ichend juris­tisch aufgestellt, kann das weitre­ichende Fol­gen haben. Aber auch ‚nor­male‘ Land­wirte gel­ten als selb­ständi­ge Unternehmer und sind damit auch von den üblichen Rechts­fra­gen des Unternehmer­tums betrof­fen. Steuer­fra­gen, Stre­it- oder Prob­lem­fra­gen im Fall ein­er Vererbung, arbeits- und ver­sicherungsrechtliche Beson­der­heit­en und Prob­leme, die Wahl der passenden GEsellschafts- oder Betrieb­s­form und vieles mehr. Bei diesen eher fach­frem­den Fra­gen, lohnt sich eine externe rechtliche Beratung. Damit sind Sie als Unternehmer und Land­wirt auf der sicheren Seite und kön­nen den Fokus Ihrer Tätigkeit­en auf die wichti­gen Dinge lenken. Anwälte für Agrar- oder Land­wirtschaft­srecht ste­hen Ihnen fachkundig zur Seite und kön­nen Sie indi­vidu­ell und flex­i­bel berat­en.