„Anony­me Mel­de­stel­le“ im Nie­der­säch­si­schen LAVES – die nie­der­säch­si­sche Land­wirt­schaft und das Denun­zia­nen­tum

Seit dem 1. Okto­ber kön­nen in Nie­der­sach­sen über eine „anony­me Mel­de­stel­le“ Infor­ma­tio­nen über Unre­gel­mä­ßig­kei­ten, Ver­stö­ße oder Miss­stän­de in den Berei­chen gesund­heit­li­cher Ver­brau­cher­schutz, Tier­ge­sund­heit und Tier­schutz ein­heit­lich gesam­melt, geprüft und wei­ter­ge­ge­ben wer­den. Somit besteht ins­be­son­de­re für Mit­ar­bei­ter in der Fleisch­pro­duk­ti­on oder in tier­hal­ten­den bzw. tier­ver­ar­bei­ten­den Betrie­ben die Mög­lich­keit, Ver­stö­ße auch anonym zu mel­den.

„Anony­me Mel­de­stel­le“ im Nie­der­säch­si­schen LAVES – die nie­der­säch­si­sche Land­wirt­schaft und das Denun­zia­nen­tum

Die ent­spre­chen­de Mel­de­stel­le wur­de vom Lan­des­amt für Ver­brau­cher­schutz und Lebens­mit­tel­si­cher­heit (LAVES) ein­ge­rich­tet. Die­se im Koali­ti­ons­ver­trag von SPD und Bünd­nis 90/​Die Grü­nen ver­ein­bar­te Kon­takt­stel­le ist eine wich­ti­ge Ergän­zung zu den bereits bestehen­den Mög­lich­kei­ten der Mel­dung von Infor­ma­tio­nen an die zustän­di­gen Stel­len. Die Hin­wei­se kön­nen auch ohne Anga­be per­so­nen­be­zo­ge­ner Daten abge­ge­ben wer­den, sofern per­sön­li­che Nach­tei­le durch die Mel­dung befürch­tet wer­den. Die Vor­wür­fe wer­den einer ers­ten Prü­fung unter­zo­gen, damit es nicht zu Falsch­in­for­ma­tio­nen oder Denun­zia­tio­nen kommt, und dann an die zustän­di­gen Stel­len wei­ter­ge­lei­tet.

Ein spe­zi­el­les Kon­takt­for­mu­lar auf der Inter­net­sei­te des LAVES steht nun eben­so zur Ver­fü­gung wie eine spe­zi­el­le eMail-Adres­se und eine Tele­fon­num­mer. Die Mel­dun­gen wer­den in der Mel­de­stel­le auf­ge­nom­men und im Anschluss an die jeweils zustän­di­ge Stel­le (kom­mu­na­le Behör­den, Fach­de­zer­na­te des LAVES oder das Nie­der­säch­si­sche Land­wirt­schafts­mi­nis­te­ri­um) zur Bear­bei­tung wei­ter­ge­lei­tet.