Wirt­schafts­fä­hig­keit eines nicht als Land­wirt täti­gen Hoferbprätendenten

Zu den Vor­aus­set­zun­gen und zur Prü­fung der Wirt­schafts­fä­hig­keit im Sin­ne des § 6 Abs. 7 HöfeO hat jetzt das Ober­lan­des­ge­richt Olden­burg für den Fall eines Hof­erb­prä­ten­den­ten Stel­lung genom­men, der kei­nen land­wirt­schaft­li­chen Beruf erlernt hat und haupt­be­ruf­lich außer­halb der Land­wirt­schaft tätig ist.

Wirt­schafts­fä­hig­keit eines nicht als Land­wirt täti­gen Hoferbprätendenten

An die Wirt­schafts­fä­hig­keit im Sin­ne des § 6 Abs. 7 HöfeO ist danach unter Berück­sich­ti­gung des Zwecks des Land­wirt­schafts­erb­rechts der HöfeO ein stren­ger, objek­ti­ver Maß­stab anzu­le­gen, wobei die Anfor­de­run­gen von der Art, der Grö­ße und der in Betracht kom­men­den Bewirt­schaf­tung des Hofes abhän­gen. Ein Grund­tat­be­stand land­wirt­schaft­li­cher Kennt­nis­se und Fähig­kei­ten ist aller­dings stets erfor­der­lich. der Stan­dard die­ser Kennt­nis­se und Fähig­kei­ten muss den aktu­el­len, heu­ti­gen Anfor­de­run­gen einer selbst­stän­di­gen land­wirt­schaft­li­chen Betriebs­füh­rung entsprechen.

Ober­lan­des­ge­richt Olden­burg, Beschluss vom 21. Dezem­ber 2010 – 10 W 37/​09

Wirtschaftsfähigkeit eines nicht als Landwirt tätigen Hoferbprätendenten