Schaden am Feldhäcksler

Ein land­wirtschaftlich­er Loh­nun­ternehmer kann für die Beschädi­gung eines Feld­häck­slers Schadenser­satz ver­lan­gen.

Schaden am Feldhäcksler

Mit dieser Begrün­dung hat das Ober­lan­des­gericht Old­en­burg in dem hier vor­liegen­den Fall der Klage eines Loh­nun­ternehmers stattgegeben, der vom Grund­stück­seigen­tümer, auf dem sein Häck­sler beschädigt wor­den ist, 20.000,00 Euro ver­langt hat. Der Kläger betreibt ein land­wirtschaftlich­es Loh­nun­ternehmen. Die Beklagte ist eine sog. BGB-Gesellschaft, die eine Land­wirtschaft betreibt. Im Mai 2010 führte der Loh­nun­ternehmer mit einem Feld­häck­sler auf einem Feld der Beklagten Grashäck­se­lar­beit­en aus. Dabei wurde das Mäh­w­erk des Häck­slers durch den Einzug eines met­allis­chen Gegen­stands beschädigt, obwohl der Feld­häck­sler mit einem Met­allde­tek­tor im Einzugs­ge­häuse aus­ges­tat­tet war. Mitar­beit­er der Beklagten hat­ten zuvor das Gras mit einem Schlep­per gemäht und gewen­det. Kurz nach der Beschädi­gung des Feld­häck­slers stell­ten sie das Fehlen eines Bolzens am Schlep­per fest. Im Jan­u­ar 2011 wurde ein Bolzen in einem Fut­ter­stock der Beklagten aufge­fun­den. Der Loh­nun­ternehmer führte die Beschädi­gung des Häck­slers darauf zurück, dass die Beklagte den Bolzen auf dem Feld ver­loren hat­te und dieser in das Mäh­w­erk ger­at­en war.

In sein­er Urteils­be­grün­dung hat das Ober­lan­des­gericht Old­en­burg aus­ge­führt, dass nach den Fest­stel­lun­gen des Sachver­ständi­gen der Met­allde­tek­tor am Fahrzeug eingeschal­tet gewe­sen sei. Ohne funk­tion­ieren­den Detek­tor könne die Mas­chine nicht in Betrieb genom­men wer­den, falle der Detek­tor während des Betriebes aus, stoppe auch das Mäh­w­erk. Zu dem Schaden könne es nach Erken­nen eines met­allis­chen Gegen­standes im Ern­tegut und Still­stand der Mas­chine den­noch kom­men. Beim Starten werde im sog. Revisier­be­trieb die obere Vor­press­walze rück­wärts gedreht. Dabei beste­he die Möglichkeit, dass der Bolzen in das Einzugsag­gre­gat falle. Dem Loh­nun­ternehme könne in diesem Fall aber kein Vor­wurf gemacht wer­den. Ein Mitver­schulden des Loh­nun­ternehmers nahm das Ober­lan­des­gericht nicht an.

Ober­lan­des­gericht Old­en­burg, Urteil vom 4. August 2014 — 13 U 118/12