Relevante Rechtsgebiete in der Landwirtschaft

15. März 2017 | Sonstiges Agrarrecht
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Wer einen landwirtschaftlichen Betrieb führt, kommt zwangsläufig mit vielen verschiedenen Rechtsgebieten in Kontakt. In der Landwirtschaft kommen unterschiedliche juristische Fragestellungen auf, wie beispielsweise die Auswahl eines geeigneten Arbeitsvertrages für den neuen Mitarbeiter. Weitere Informationen rund um die Thematik des Arbeitsrechtes erhalten Sie bei Ihrem Anwalt für Landwirtschaftsrecht, in Fachzeitschriften oder online.

Eine große Rolle spielen das Umwelt- und Tierrecht für die meisten Landwirte. Düngemittel und Pflanzschutzmittel werden von fast allen Bauern eingesetzt um ihre Erträge zu sichern oder zu steigern. Die Verwendung dieser oftmals aggressiven Chemieprodukte ist stark reguliert durch eine Unmenge von Verordnungen und Gesetzen. Diese Gesetze werden nicht nur vom deutschen Staat erlassen, sondern auch von Europäischer Ebene kommen viele Verordnungen, die beachtet werden müssen. In der Regel wird die Einhaltung dieser Vorgaben streng kontrolliert und entsprechend sanktioniert bei Verstößen. Aber nicht nur gesetzliche Vorgaben sind von Belang. Auch Vorgaben zur Erreichung von gewissen (Qualitäts-) Zertifikaten müssen bzw. sollen eingehalten werden. Oftmals bringen die Erhaltung von Qualitätsnachweisen in Form von Siegeln oder ähnlichem, Profitsteigerungen. Mittlerweile können Landwirte nicht nur durch die eigentliche Führung ihres Betriebes wirtschaften. Im Rahmen des neu erlassenen Erneuerbare-Energie-Gesetz, können Landwirte zusätzlich als Energieproduzenten ihren Unterhalt verdienen. So werden auf eigentlich landwirtschaftlich genutzten Flächen Windenergieanlagen, Biogasanlagen oder Solarfelder betrieben. Diese neue Verdienstmöglichkeit ist eine tolle Option für viele Landwirte, aber sie bringt zahlreiche juristische Anforderungen und Fragestellungen mit sich. Es empfiehlt sich eine fachkundige rechtliche Unterstützung, um beispielsweise Verträge ordnungsgemäß aufzusetzen.

Landwirte als Unternehmer

Werden Landwirte noch zusätzlich unternehmerisch tätig, indem sie beispielsweise ihre Produkte in einem Hofladen vertreiben, wird das Rechtsgebiet der Produkthaftung relevant. Denn wenn Landwirte als Lebensmittelproduzenten aktiv werden, gelten die Ge- und Verbote der Lebensmittelkontrolle. Gibt es Qualitätsmangel bei den Produkten, oder Rückstände, Keime oder ähnliches in den Lebensmitteln, so müssen die Produzenten auch die juristische Verantwortlichkeit dafür tragen. Sind Sie als Landwirt nicht ausreichend juristisch aufgestellt, kann das weitreichende Folgen haben. Aber auch ‚normale‘ Landwirte gelten als selbständige Unternehmer und sind damit auch von den üblichen Rechtsfragen des Unternehmertums betroffen. Steuerfragen, Streit- oder Problemfragen im Fall einer Vererbung, arbeits- und versicherungsrechtliche Besonderheiten und Probleme, die Wahl der passenden GEsellschafts- oder Betriebsform und vieles mehr. Bei diesen eher fachfremden Fragen, lohnt sich eine externe rechtliche Beratung. Damit sind Sie als Unternehmer und Landwirt auf der sicheren Seite und können den Fokus Ihrer Tätigkeiten auf die wichtigen Dinge lenken. Anwälte für Agrar- oder Landwirtschaftsrecht stehen Ihnen fachkundig zur Seite und können Sie individuell und flexibel beraten.

 
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