Abga­ben für den Deut­schen Weinfonds

Die von Wein­er­zeu­gern und Ab­füll­be­trie­ben er­ho­be­ne Ab­ga­be für den Deut­schen Wein­fonds nach §§ 37 ff. WeinG ist eine Son­der­ab­ga­be mit Fi­nan­zie­rungs­funk­ti­on im Sin­ne der Recht­spre­chung des Bun­des­ver­fas­sungs­ge­richts, die nach Ansicht des Bun­des­ver­wal­tungs­ge­richts mit der Ver­fas­sung und mit Uni­ons­recht ver­ein­bar ist. Ver­­­­­fas­­­sungs- und eu­ro­pa­rechts­kon­form ist auch die Ab­ga­be für die gebietliche

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Gen­tech­nisch ver­un­rei­nig­tes Saat­gut – und die Unkennt­nis des Landwirts

Ein Land­wirt muss gen­tech­nisch ver­än­der­te Pflan­zen auch bei Unkennt­nis der Ver­un­rei­ni­gung des Saat­guts ver­nich­ten. Das Bun­des­ver­wal­tungs­ge­richt in Leip­zig hat ent­schie­den, dass der Anbau gen­tech­nisch ver­än­der­ter Pflan­zen auch dann zu been­den ist, wenn dem Land­wirt bei der Aus­saat die Ver­un­rei­ni­gung des Saat­guts nicht bekannt war. Die kla­gen­den Land­wir­te brach­ten auf ihre

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Haf­tug für ver­lo­re­ne “Win­zer­gel­der”

Geschäfts­füh­rer kön­nen auch für Kun­den­gel­der haf­ten, die bei dem Unter­neh­men “ste­hen gelas­sen” wer­den. In einem sol­chen jetzt vom Pfäl­zi­schen Ober­lan­des­ge­richt Zwei­brü­cken ent­schie­de­nen Fall ging es um “Win­zer­gel­der”, die Win­zer bei einer spä­ter in die Insol­venz gefal­le­nen Wein­kel­le­rei ste­hen gelas­sen hat­ten: Der Klä­ger, Mit­glied einer Win­zer­ge­mein­schaft, ver­kauf­te an eine Gesell­schaft (Wein­kel­le­rei),

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Rüben­lie­fe­rungs­rech­te und die Ver­pach­tung von Ackerland

Hat der Ver­päch­ter dem Päch­ter von rüben­an­bau­fä­hi­gem Acker­land kei­ne Rüben­lie­fer­rech­te über­tra­gen, so steht ihm bei Been­di­gung des Ver­tra­ges – vor­be­halt­lich ander­wei­ti­ger Rege­lun­gen im Ver­trag – kein Anspruch nach § 596 Abs. 1 BGB auf Über­tra­gung von Lie­fer­rech­ten zu, die der Päch­ter von Drit­ten erwor­ben oder von der Zucker­fa­brik zuge­teilt erhal­ten hat. Mangels

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Abga­ben für den Deut­schen Wein­fonds und für die gebiet­li­che Absatzförderung

Die Abga­ben für den Deut­schen Wein­fonds und für die gebiet­li­che Absatz­för­de­rung sind nach Ansicht des Bun­des­ver­wal­tungs­ge­richts ver­fas­sungs­ge­mäß. Das Bun­des­ver­wal­tungs­ge­richt hat jetzt in sie­ben Par­al­lel­ver­fah­ren die Revi­sio­nen von rhein­­land-pfäl­­zi­­schen Win­zern und Kel­le­rei­en zurück­ge­wie­sen, mit denen sie sich gegen ihre Her­an­zie­hung zu Abga­ben für den Deut­schen Wein­fonds und für die gebiet­li­che Absatzförderung

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Bei­hil­fe und deren Ent­zug beim Kartoffelanbau

Es wird nicht auto­ma­tisch für sämt­li­che tat­säch­lich an die Stär­ke­her­stel­ler gelie­fer­ten Kar­tof­feln eine Bei­hil­fe für Erzeu­ger von Stär­ke­kar­tof­feln nach der EG-Ver­­or­d­­nung Nr. 1782/​2003 gewährt. Die Bei­hil­fe wird maxi­mal für die Men­ge an Kar­tof­feln – aus­ge­drückt in Stär­ke­äqui­va­lent – gewährt, für die der Kar­tof­fel­er­zeu­ger und der Stär­ke­her­stel­ler im Rah­men des diesem

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Inten­siv­nut­zung land­wirt­schaft­li­cher Betriebsflächen

Der Ein­heits­wert im Sin­ne des § 48a BewG inten­siv genutz­ter land­wirt­schaft­li­cher Betriebs­flä­chen ist auch dann nach Maß­ga­be die­ser Vor­schrift teil­wei­se beim Nut­zungs­be­rech­tig­ten zu berück­sich­ti­gen, wenn bereits der Eigen­tü­mer die Flä­chen inten­siv genutzt hat­te. Bei der Fest­stel­lung des Ein­heits­werts des Betriebs des Land­wirts ist der Unter­schieds­be­trag zwi­schen dem für die landwirtschaftliche

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Wer­be­ab­ga­ben für die Weinwirtschaft

Win­zer und Kel­le­rei­en müs­sen Abga­be für Wein­wer­bung zah­len, die Abga­ben für den Deut­schen Wein­fonds und für die Gebiets­wein­wer­bung sind ver­fas­sungs­ge­mäß. Das Ober­ver­wal­tungs­ge­richt Rhein­­land-Pfalz in Koblenz ver­sucht damit erneut, den Deut­schen Wein­fonds zu ret­ten und ihn gegen die bei­den ande­ren, eben­falls mit ver­pflich­ten­den Abga­ben der land­wirt­schaft­li­chen Pro­du­zen­ten finan­zier­ten und vom Bundesverfassungsgerichts

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Schö­ne neue Gentechnik

Das Bun­des­ver­fas­sungs­ge­richts hat heu­te sein Urteil in dem Nor­men­kon­troll­ver­fah­ren der Lan­des­re­gie­rung von Sach­­sen-Anhalt gegen Bestim­mun­gen des “Geset­zes zur Rege­lung der Gen­tech­nik” (GenTG) über die Begriffs­be­stim­mun­gen „gen­tech­nisch ver­än­der­ter Orga­nis­mus“ und „Inver­kehr­brin­gen“ (§ 3 Num­mern 3 und 6 GenTG), das Stand­ort­re­gis­ter (§ 16a GenTG), den Umgang mit in Ver­kehr gebrach­ten Pro­duk­ten und die hier­bei zu beachtenden

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Buch­wert­ab­spal­tung bei der Ver­äu­ße­rung von Zuckerrübenlieferrechten

Der Ent­nah­me­wert für nicht an Akti­en gebun­de­ne Zucker­rü­ben­lie­fer­rech­te ist um einen ggf. von dem Buch­wert des Grund und Bodens abzu­spal­ten­den Buch­wert zu ver­min­dern. Der abge­spal­te­ne Buch­wert unter­liegt eben­so wenig wie der Buch­wert des Grund und Bodens vor der Abspal­tung einer AfA. Zucker­rü­ben­lie­fer­rech­te sind selb­stän­di­ge imma­te­ri­el­le Wirt­schafts­gü­ter. Der Ver­äu­ße­rungs­er­lös für die Zuckerrübenlieferrechte

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Wein­fonds

Vor andert­halb Jah­ren hat das Bun­des­ver­fas­sungs­ge­richt die Abga­be für den Ab­satz­för­de­rungs­fonds der deut­schen Land- und Er­näh­rungs­wirt­schaft für ver­fas­sungs­wid­rig erklärt, drei Mona­te spä­ter traf das glei­che Ver­dikt die – ähn­lich struk­tu­rier­te – Ab­satz­för­de­rung der deut­schen Forst- und Holz­wirt­schaft, den Holz­ab­satz­fonds. Für den Deut­schen Wein­fonds und die zu sei­ner Finan­zie­rung ein­ge­führ­te Weinfondsabgabe

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Paten­tier­te Soja-Gentechnik

Die Gen­­tech­­nik-Deba­t­­te ein­mal anders her­um: Nach einem Urteil des Gerichts­hofs der Euro­päi­schen Uni­on kann die Fa. Mon­s­an­to die Ver­mark­tung von argen­ti­ni­schem Soja­mehl, das eine für Mon­s­an­to paten­tier­te DNA-Sequenz als Rück­stand ent­hält, in der EU nicht ver­bie­ten. Ein euro­päi­sches Patent kann nur für eine Erfin­dung gel­tend gemacht wer­den, die die Funktion,

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Rodungs­an­ord­nung für den Weinberg

Die Land­wirt­schafts­kam­mer Rhein­­land-Pfalz ist nicht zustän­dig für die Auf­for­de­rung, einen mit wur­zel­ech­ten Reben bepflanz­ten Wein­berg zu roden. Mit die­ser Begrün­dung hat jetzt das Ver­wal­tungs­ge­richt Trier der Kla­ge des Win­zers statt­ge­ge­ben. Der Klä­ger hat­te vor ein paar Jah­ren einen Wein­berg an der Mosel mit wur­zel­ech­ten Ries­lin­gre­ben bepflanzt. Dar­auf­hin erließ die beklagte

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Besei­ti­gungs­an­ord­nung für Genmais-Anpflanzung

Das Ver­wal­tungs­ge­richt Karls­ru­he hat den Eil­an­trag eines Land­wirts aus dem Land­kreis Ras­tatt gegen die Anord­nung der sach­ge­rech­ten Besei­ti­gung sämt­li­cher Mais­pflan­zen abge­lehnt, die aus einer Char­ge mit Saat­gut stam­men, die mit einer gen­tech­nisch ver­än­der­ten Mais­sor­te durch­mischt ist. Der Antrag­stel­ler hat­te von einer nie­der­säch­si­schen Fir­ma Mais­saat­gut bezo­gen und auf sei­nen Fel­dern ausgesät.

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Nut­zungs­dau­er bei Zuckerrübenlieferrechten

Zucker­rü­ben­lie­fer­rech­te sind, wie der Bun­des­fi­nanz­hof in einem aktu­el­len Urteil bestä­tigt, abnutz­ba­re imma­te­ri­el­le Wirt­schafts­gü­ter. Das gilt unab­hän­gig davon, ob sie an den Betrieb oder an Akti­en gebun­den sind. Eine Schät­zung der Nut­zungs­dau­er auf zehn Jah­re ist nach Ansicht des Bun­des­fi­nanz­hofs nicht zu bean­stan­den. Abset­zun­gen für Abnut­zung (AfA) in glei­chen Jah­res­be­trä­gen sind

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Wein­wer­be­ab­ga­be

Das Ver­wal­tungs­ge­richt Neu­stadt (an der Wein­stra­ße) hat die Kla­gen zwei­er Win­zer abge­wie­sen, die sich dage­gen weh­ren, Abga­ben für den Deut­schen Wein­fonds und die Gebiets­wein­wer­bung zu zah­len. Das Ver­wal­tungs­ge­richt hält die Abga­ben nicht für ver­fas­sungs­wid­rig. Die bei­den Klä­ger bewirt­schaf­ten Wein­ber­ge in der Pfalz. Für das Jahr 2009 wur­den sie von der

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Akti­vie­rung des Feldinventars

Ein Land­wirt, der das Feld­in­ven­tar akti­viert hat, ist dar­an grund­sätz­lich auch für die Zukunft gebun­den und hat kei­nen Anspruch dar­auf, aus Bil­lig­keits­grün­den zu einem Ver­zicht auf die Bewer­tung wech­seln zu kön­nen. Ermit­telt ein Land- und Forst­wirt sei­nen Gewinn durch Betriebs­ver­mö­gens­ver­gleich, hat er nach § 4 Abs. 1 EStG die Wirt­schafts­gü­ter sei­nes Betriebsvermögens

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Ern­te­aus­fall durch Rabenkrähen

Es besteht kein Amts­haf­tungs­an­spruch für einen Ern­te­aus­fall durch Raben­krä­hen. Das urteil­te jetzt das Ober­lan­des­ge­richt Karls­ru­he auf die Kla­ge eines Land­wirts, der im Rhein-Neckar-Raum Tabak­pflan­zen anbaut. Der Land­wirt begehr­te vom beklag­ten Bun­des­land Baden-Wür­t­­te­m­­berg Scha­dens­er­satz, weil zwei Tage nach der ers­ten Tabak­pflan­zung im Mai 2009 stän­dig min­des­tens 30 Raben­krä­hen auf sei­nem Feld

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Betriebs­aus­ga­ben­pausch­satz von Ein­nah­men aus Kalamitätsnutzungen

Kala­mi­täts­nut­zun­gen in Forst­be­trie­ben sind sol­che Holz­nut­zun­gen, die durch Ein­wir­kung höhe­rer Gewalt ent­stan­den sind, also etwa durch Eis- oder Schnee­bruch, durch Wind­bruch oder Wind­wurf, durch Insek­ten­fraß oder durch ein ande­res Natur­er­eig­nis, das in sei­nen Fol­gen die­sen Ereig­nis­sen gleich­kommt. Für Kala­mi­täts­nut­zun­gen kom­men unter bestimm­ten Vor­aus­set­zun­gen ermä­ßig­te Steu­er­sät­ze nach § 34b EStG sowie

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Brenn­rech­te als Wirtschaftsgut

Brenn­rech­te sind als bilan­zie­rungs­fä­hi­ge imma­te­ri­el­le Wirt­schafts­gü­ter zu erfas­sen. Sie sind ver­kehrsfä­hig – die selb­stän­di­ge Bewer­tungs­fä­hig­keit wird durch die all­ge­mei­ne Ver­kehrs­an­schau­ung bei Brenn­rech­ten aner­kannt – und erfül­len die Vor­aus­set­zun­gen für das Vor­lie­gen eines Wirt­schafts­guts. Unab­hän­gig davon genügt für die Aner­ken­nung als selb­stän­di­ges Wirt­schafts­gut, dass die­ses zusam­men mit dem Betrieb über­tra­gen werden

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