Landwirtschaftliche Lagerhallen: Was ist zu beachten?

Ganz gleich, ob es sich um die Geräte zur Bestellung landwirtschaftlicher Flächen oder um Tierhaltung handelt: Es braucht einen geeigneten Lagerort, um Geräte, Futtermaterialien und Produkte auf ausreichend Platz zu verstauen. Die Lagerhalle muss dabei den Inhalt vor Witterung wie Schnee, Regen und Wind schützen, aber eventuell auch eine Mindesttemperatur aufrechterhalten, um Schäden zu vermeiden. Was es beim Bau einer Lagerhalle zu beachten gibt und welche Hindernisse auftreten können, erfahren Sie in diesem Artikel. 

Landwirtschaftliche Lagerhallen: Was ist zu beachten?

Verwendungszwecke

Bevor der Bau einer Halle in Auftrag gegeben werden kann, muss die zukünftige Verwendung geklärt werden. Bauliche Prozesse wie zum Beispiel die Isolierung oder Neigung des Daches werden dadurch beeinflusst. Man muss sich also bewusst darüber sein, welche Art von Produkten oder Fahrzeugen untergebracht werden sollen. An diese Dimensionen sind dann auch die Maße von Fenstern und Türen anzupassen.

Auch die Witterungsverhältnisse spielen eine entscheidende Rolle. Wenn die Lagerhalle eine hohe Schneelast aushalten muss, sollte bei der Planung auf die außerordentliche Stärke der Stützstruktur geachtet werden. Das gleiche gilt für Bauten auf frei liegenden Flächen, da sie oft starkem Wind ausgesetzt sind und diesem über lange Zeit widerstehen müssen.

Zusätzlich sollte man sich die Frage stellen, ob in der Halle nur gelagert oder auch gearbeitet wird. Falls Letzteres der Fall ist, muss die Isolierung ausreichend sein und es braucht Leitungen für Frisch- und Abwasser sowie Internet. Auch wenn all diese Überlegungen den Planungsaufwand stark erhöhen, ist es angebracht, nicht nachlässig zu sein. Mangelnde Vorsicht bei Planung und Durchführung des Hallenbaus verursachen am Ende umso höhere Kosten.

Materialien – Stahl oder Holz?

Das Material ist einer der wichtigsten Punkte, die beim Bau einer Halle beachtet werden müssen. Typisch ist Stahl oder Holz, wobei heutzutage auch eine Mischung möglich ist. Stahl hält in der Regel länger. Inzwischen sind aber auch Holzhallen so weit optimiert, dass der Zerfall durch Witterung kein Problem mehr ist. Der einzige zusätzliche Aufwand, der durch die Wahl von Holz entsteht, ist das regelmäßige Lasieren, um Schäden durch Feuchtigkeit vorzubeugen.

Zusätzlich zum Außenmaterial muss auch das geeignete Dämmmaterial ausgewählt werden. Typisch sind zum Beispiel Porenbetonplatten oder Kassettenwände. Je besser die Dämpfung ist, desto höher ist auch der Montageaufwand und es steigen die Kosten.

Neben der Wahl der Baumaterialien sollte man sich auch Gedanken darüber machen, welche Geräte und/oder Einrichtungen vorhanden sein müssen. Dies hilft dabei, sich schon vor dem Bau einen groben Überblick über die Kosten zu verschaffen, um nicht am Ende Probleme mit der Finanzierung zu haben. Es stellt sich zum Beispiel die Frage, ob man die Halle, welche als Lager verwendet wird, mit Regalen ausstatten und einen Materiallift kaufen muss.

Hallengröße: Ab welcher Größe muss eine Lagerhalle genehmigt werden?

Bevor man sich überhaupt an die detaillierte Planung von Fenstern und Eingängen macht, sollte man sich mit dem zuständigen Bauamt in Verbindung setzen. Die Regeln und Vorschriften sind in den einzelnen Bundesländern sehr unterschiedlich und somit ist oft eine genauere vorherige Absprache nötig, um Konflikte und zusätzliche Kosten zu vermeiden. Generell gilt: Wenn eine Halle gewerblich verwendet wird, also tatsächliche Arbeit stattfindet, muss diese genehmigt werden. Falls die Halle nur als Lagerplatz für Geräte, Rohstoffe oder Waren dient, bedarf es bis zu einer bestimmten Größe in der Regel keiner Genehmigung.