Hundesteuer für den Geflügelwachhund

Für die Hal­tung eines “Geflügelwach­hun­des” beste­ht keine Hun­des­teuer­frei­heit. Ein zum Schutze von Frei­landge­flügel gehal­tener Hund ist zur Einkom­menserzielung für den Betrieb nicht notwendig, sodass seine Hal­tung nicht von der Steuerpflicht befre­it ist, entsch­ied jet­zt das Ver­wal­tungs­gericht Tri­er und knüpfte damit an ein Urteil vom Okto­ber 2009 an, mit dem die Klage eines Betreibers ein­er Gal­loway-Rinderzucht auf Steuer­frei­heit für die Hal­tung eines Hun­des abgewiesen wor­den war.

Hundesteuer für den Geflügelwachhund

Dem jet­zt entsch­iede­nen Ver­fahren lag die Klage eines Hal­ters eines Amer­i­can Stafford­shire Ter­ri­ers zugrunde, der sich darauf berief, den Hund zum Schutze sein­er auf Frei­land gehal­te­nen 90 Hüh­n­ern vor Füch­sen und Mardern zu benöti­gen.

Die für die Steuer­frei­heit erforder­liche Notwendigkeit der Hun­de­hal­tung für den Betrieb sahen die Tri­er­er Ver­wal­tungsrichter jedoch nicht als gegeben. Die Geflügelzucht des Klägers könne ohne weit­eres auch ohne die Hal­tung eines Hun­des betrieben wer­den. Der Ein­wand, dass die zum Schutze vor Füch­sen und Mardern errichteten Zäune keinen so effek­tiv­en Schutz böten wie der Hund, begründe zwar dessen Nüt­zlichkeit, nicht jedoch die betriebliche Notwendigkeit sein­er Hal­tung. Insoweit beste­he näm­lich dur­chaus auch die Möglichkeit zur Errich­tung effek­tiver­er Zau­nan­la­gen, die der Kläger als Hal­ter eines Kampfhun­des ohne­hin vorzuhal­ten habe.

Ver­wal­tungs­gericht Tri­er, Urteil vom 20. Mai 2010 – 2 K 58/10.TR

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