Golf­platz ver­letzt die Nach­bar­rech­te eines Schwei­ne­stalls

Ein geplan­ter Golf­platz kann die nach­bar­schüt­zen­den Rech­te eines auf dem Nach­bar­grund­stück befind­li­chen land­wirt­schaft­li­chen Betriebs beein­träch­ti­gen – da sich die Golf­platz­be­trei­ber zukünf­tig über die Geruchs­emis­sio­nen aus dem Schwei­ne­stall beschwe­ren könn­ten.

Golf­platz ver­letzt die Nach­bar­rech­te eines Schwei­ne­stalls

So hat jetzt das Ver­wal­tungs­ge­richt Düs­sel­dorf der Nach­bar­k­la­ge eines Land­wirts, der auf den unmit­tel­bar an das geplan­te Golf­platz­ge­län­de angren­zen­den Flä­chen einen land­wirt­schaft­li­chen Betrieb mit einer Schwei­ne­hal­tung von über 1000 Mast­schwei­nen betreibt, ent­spro­chen und die Bau­ge­neh­mi­gung zur Errich­tung des Golf­plat­zes Rennes­hof in Wil­lich auf­ge­ho­ben. Die Bau­ge­neh­mi­gung für den 18-Loch Golf­platz war auf der Grund­la­ge eines Bebau­ungs­pla­nes erteilt wor­den, den die Stadt Wil­lich zum Zwe­cke der Ver­wirk­li­chung des Golf­plat­zes beschlos­sen hat­te.

Der Bebau­ungs­plan sei unwirk­sam, so das Ver­wal­tungs­ge­richt Düs­sel­dorf, und die erteil­te Bau­ge­neh­mi­gung nach­bar­rechts­wid­rig, weil der Klä­ger wegen des an sei­nen Betrieb her­an­rü­cken­den Golf­plat­zes mit immis­si­ons­schutz­recht­li­chen Auf­la­gen zur Redu­zie­rung von Geruchs­ein­wir­kun­gen rech­nen müs­se und ein Recht dar­auf habe, von sol­chen nach­träg­li­chen Auf­la­gen ver­schont zu blei­ben. Die Unwirk­sam­keit des Bebau­ungs­pla­nes erge­be sich dar­aus, dass der Rat der Stadt Wil­lich die vom Betrieb des Klä­gers aus­ge­hen­den Geruchs­emis­sio­nen feh­ler­haft in sei­ne pla­ne­ri­sche Abwä­gung und Ent­schei­dung ein­be­zo­gen habe.

Ver­wal­tungs­ge­richt Düs­sel­dorf, Urteil vom 17. Mai 2010 – 25 K 1052/​10

Golfplatz verletzt die Nachbarrechte eines Schweinestalls