Bio-Legehennenkot

Veräußert ein Zwis­chen­händler, der von einem nach der EG-Öko-Verord­nung zer­ti­fizierten Land­wirt Hüh­n­ertrock­enkot und Champignon­sub­strat erwor­ben hat, an einen anderen Land­wirt mit „Bioland-Zer­ti­fikat“ zum Zweck der Ver­wen­dung als Dünger, so stellt es keinen Sach­man­gel des Kaufge­gen­standes dar, wenn zwar der Land­wirt, der den Hüh­n­ertrock­enkot und das Champignon­sub­strat ursprünglich hergestellt hat, nach Art. 8 der E‑Öko-Verord­nung zer­ti­fiziert ist, nicht aber der Zwis­chen­händler, der nur den Weit­er­verkauf und Trans­port an den End­ab­nehmer, einen eben­falls zer­ti­fizierten Land­wirt, über­nom­men hat.

Bio-Legehennenkot

Hüh­n­ertrock­enkot und Champignon­sub­strat stellen Düngemit­tel und Boden­verbess­er nach Anh. II zur EG-ÖkoVerord­nung dar, nicht dage­gen nicht ver­ar­beit­ete pflan­zliche oder tierische Erzeug­nisse nach Art. 1 Abs. 1 EGÖkoVerord­nung.

Ober­lan­des­gericht Celle, Urteil vom 13. August 2009 – 8 U 9/09

Bio-Legehennenkot